Ein pelziger Patient: Wie wir einem Braunbären den Zahn zogen

Der Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz lag jüngst ein äußerst kurioser Behandlungsfall vor: Braunbär-Dame Carla vom Wildpark Johannismühle musste ein Zahn gezogen werden. Gesagt getan! Wie die Bärenzähne-Ziehen verlaufen ist, erfahren Sie im Folgenden.

In der Regel sieht die ruhige und sichere Karriere als Zahnarzt keine Begegnung mit wilden Raubtieren vor. Aber das Leben verläuft selten in geregelten Bahnen und wenn alles möglich sein kann, geschehen manchmal Dinge, die man sich nie erträumt hat. So kam es, dass das Team der Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz einen äußerst felligen, scharfzahnigen, waschechten Braunbären als Patienten behandeln durfte.

Ein Zuhause für Zirkus-Veteranen

Der Wildpark Johannismühle hegt und pflegt neben diversen Wildarten auch echte Raubtiere, darunter Löwen, Wölfe und Braunbären. Letzteren dient der Wildpark als eine Art Gnadenhof: Die Bärendame Carla war in den 1980er Jahren tierisches Ensemble-Mitglied im Staatszirkus der DDR. Als sich die Zirkuskompanien auflösen mussten, wurde Carla mitsamt ihren scharfzahnigen Kolleginnen und Kollegen durch den Wildpark vor dem Tod bewahrt. Jetzt koexistieren Bär und Wolf auf mehreren Hektar Wald und können mit viel Abstand und viel Zaun besichtigt werden.

So kam der Bär auf den Zahnarztstuhl

Carla erging es wie vielen Menschen im höheren Alter, denen die Zahngesundheit zu schaffen macht. Gleich mehrere Zähne gilt es der Bärendame zu ziehen. Denn bei Zähnen geht es Bär und Mensch gleich: Hat die Karies den Wurzelkanal erreicht, entsteht durch die Bakterien eine Entzündung die bis zur Blutvergiftung führen kann. Carla musste also möglichst schnell auf den Zahnarztstuhl – schneller als Termine bei den eigentlich zuständigen Kollegen frei wurden.

Kurzerhand schrieb das Wildpark-Team die Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz an und organisierte einen Termin für die pelzige Patientin mit offensichtlichem Zahnweh. Jedoch kam der Bär nicht zum Menschen, sondern der Mensch zum Bär: Mit mobilen Equipment machte sich das Zahnarztteam auf den Weg, um erfolgreich mehrere Bärenzähne zu ziehen – die Bärin selbstverständlich unter Vollnarkose gesetzt.

Ein schwieriges Unterfangen

Leicht war die Prozedur jedoch nicht. Da Menschen deutlich zierlicher als Braunbären gebaut sind, fallen die Gerätschaften entsprechend klein aus. Der sechs Zentimeter lange Zahn ließ sich mit den herkömmlichen Zahnzangen äußerst schwer greifen. Erst nach etwa einer Stunde und viel weggefrästen Knochen konnte der morsche Übeltäter glücklicherweise entfernt werden. Carla geht es wieder gut, muss aber wahrscheinlich dieses Jahr nochmal unters Messer.

Normalerweise pflegen wir für unsere Patienten höchste Diskretion, aber wahrscheinlich wird uns Carla das wenig übelnehmen, wenn wir ein paar Impressionen unserer kuriosesten Zahnbehandlung teilen.

Carla vor ihrer Behandlung

Die Bärin wird unter Vollnarkose gesetzt.

Der Kiefer der Bärin muss zunächst geröntgt werden.

Die Operation ist im Gange.

Dieser riesige Bärenzahn hat ausgedient.

Geschafft!

Wir hoffen, Ihnen hat die Lektüre unseres Abenteuers Spaß gemacht!

Alles Gute wünscht,

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Zahnerosion: Säure als Zahnfreind Nr. 1

Seit Karius und Baktus wissen wir von klein auf um die Gefahr von Karies. Jedoch müssen unsere Zähne noch einen weiteren Gegner fürchten: Säure in Lebensmitteln führt auf Dauer zur schleichenden Abtragung unserer Zahnhartsubstanz, auch Zahnerosion genannt. Warum wir unbedingt mehr darüber wissen müssen und was dagegen zu tun ist, lesen Sie im Folgenden.

zahnerosion

Alle Superhelden haben Schwächen

Unsere Zähne sind von Natur aus resistente Kerlchen dank ihrer Schutzschicht, auch Zahnschmelz genannt. Er stellt das härteste Gewebe dar, das der Mensch zu produzieren vermag und ummantelt das Zahnbein, welches die Fachkreise als Dentin betiteln. Kurz gesagt: Der Zahnschmelz stellt sicher, dass unser natürliches Malmwerkzeug möglichst lange seinen Job machen kann.

Die Natur lehrt uns jedoch, dass Härte nicht unbedingt Beständigkeit garantiert, selbst der mächtigste Stein wird durch das „weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit“ besiegt – wie schon Laotse erkannte. Oder um es mit popkultureller Referenz auszudrücken: Wie Superman das Kryptonit fürchtet, so knickt auch unser Zahnschmelz vor einer bestimmten Substanz ein: Säure. Auf die Gefahr durch Säure wiesen wir vor einiger Zeit in Zusammenhang mit zuckerhaltigen Lebensmittel als Kariesbeförderer hin.

Zahnerosion: Die Abtragung des Zahnschmelzes

Zur Erinnerung: Kariesbakterien wandeln Zucker in Säure um, die wiederum den Zahnschmelz angreift. Wenn also der umgewandelte Zucker schon schädlich ist, stellt der direkte Kontakt mit Säure ebenfalls eine Gefahr für die Zahngesundheit dar. In diesem Fall entsteht jedoch keine Karies. Es findet eine Verkettung von Ereignissen statt: Die Kombination aus Säure und mechanischer Einwirkung, etwa Kauen, Knirschen oder Reibung durch die Zahnbürste führt zu einer allmählichen Abtragung des Zahnschmelzes. Der Zahnarzt spricht in diesem Fall von einer Erosion. Eine falsche Putztechnik oder nächtliches Zähneknirschen verstärken den Effekt.

Das große Problem: Einmal beschädigt, erholt sich der Schutzmantel unserer Zähne nie wieder. Der Schaden ist für immer.

Das gibt Saures für die Zähne: Softdrinks

Das sukzessive Abschmirgeln des Zahnschmelzes durch Säureeinwirkung geschieht vorwiegend durch den Verzehr säurehaltiger Lebensmittel. Schlimmster Zahnfeind: Softdrinks. Denn die bieten das Komplettpaket aus Zucker, Fruchtsäure und der besonders aggressiven Phosphorsäure. Auch Fruchtsäfte und saure Obstsorten – insbesondere Zitrusfrüchte – gewinnen keinen Preis für Zahngesundheit. Natürlich soll das nicht animieren, auf das gesunde Obst zu verzichten. Wie immer bestimmt das Maß und die Art der Anwendung: Die Zähne im Anschluss nicht sofort putzen, lieber viel auf einmal als über den Tag verteilt essen und zuckerfreien Kaugummi kauen.

Achten Sie zudem auf Trinkgewohnheiten: Beim Genuss aus der Flasche saugen wir das kalorische Getränk aus seinem Gefäß heraus, wodurch sich die Flüssigkeit und damit die Säure mit höherem Druck an die Zähne presst.

Ein zusätzlicher Gefahrenherd brodelt in unserem eigenen Körper. Die äußerst ätzende Magensäure wandert im Fall einer Refluxerkrankung oder durch chronisches Erbrechen (etwa bei Bulimie) in den Mund zurück.

Die Symptome der Zahnerosion

Während der Kampf gegen Karies eine jahrzehntelange Tradition besitzt, war die Zahnerosion als weitere Gefahr für den Zahnschmelz lange verkannt. Seien Sie proaktiv und prüfen Sie Ihre Zähne anhand folgender Merkmale und sprechen Sie Ihren Zahnarzt gegebenenfalls darauf an – lieber einmal zu viel aufs Kauwerkzeug geschaut als zu wenig.

Schmerzempfindlichkeit

Wenn das eisgekühlte Getränk oder der frischgebrühte Tee zur Tortur wird: Die Lücken im Zahnschmelz legen das Zahnbein mit seinen kleinen Nervenkanälchen frei. Diese reagieren auf sehr hohe und niedrige Temperatur mit einem Schmerzsignal.

Pseudo-Verfärbungen

Der weiße Zahnschmelz ummantelt das gelbliche Zahnbein. Sind Teile der harten Schutzschicht abgetragen, schimmert das Dentin durch und die Zähne wirken gelber.

Trauriges Aussehen

Wenn die Zahnoberfläche sich nur noch matt statt glänzend präsentiert, das bloße Auge kleinere Risse in den Zahnkronen sieht und die Kauflächen runder wirken, sollte der Zahnarzt des Vertrauens zügig einen Blick auf die Beißer werfen.

zahnerosion

Wie lassen sich Zahnerosionen kurieren?

Wie schon erwähnt, regeneriert sich einmal abgetragener Zahnschmelz nicht. Jedoch bedeutet eine Zahnerosion im Anfangsstadium noch nicht das Ende Ihrer Zahngesundheit. Vielmehr gibt sie Anlass, an der Ernährung zu justieren. Nicht nur die Zähne, sondern auch die Bauchspeicheldrüse als Produzent von Insulin danken Ihnen den Verzicht auf Softdrinks. Ferner sollte auch die Zahnputztechnik überdacht und einmal mehr zur professionellen Zahnreinigung gegangen werden – dort ist eine Zahnschmelz schützende Fluorid-Kur inklusive.

In Absprache mit ihrem Zahnarzt können Sie auch selbst Hand anlegen und von zuhause mit speziellen Zahnkuren ihren Zähnen Gutes tun.

Bei einer fortgeschrittenen Erosion kann der angegriffene Zahnschmelz mittels Krone überdacht und der Zahn auf diese Weise gerettet werden. Auch hier gilt: Weniger Saures und optimaler Putzen.

 

Sie möchten eine mögliche Zahnerosion abklären lassen? Wir freuen uns über Ihren Termin!

 

Alles Gute wünscht,

 

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Ruhe im Schlafzimmer dank Schnarchschiene vom Zahnarzt

Schnarchen muss kein Schicksal sein. Statt den Chirurgen zwecks OP aufzusuchen oder beim Anwalt wegen einer Scheidung zu klopfen, kann ein simpler Kniff die nächtliche Frustration befrieden: Die Schnarchschiene vom Zahnarzt.

Schnarcher: Sie wissen (meist) nicht, was sie tun

Das gefühlt höchste Gut des gestressten Homo Sapiens der Moderne? Guter Schlaf. Wer ausreichend, tief und fest schlafen kann, benötigt Yoga, Meditation und Co. nur als erholsames Beiwerk. Leider verhält es sich mit der entspannten Nachtruhe selten simpel. Neben individuellen Faktoren kann sich mitunter das Glück zu zweit als nächtlicher Albtraum entpuppen. Schnarcher bekommen selten mit, wie sie ihrem Partner die negative Art der schlaflosen Nächte bereiten. Und am Ende der Nacht leiden sowohl Zuhörer als auch Fabrizierender darunter, denn auch wenn der Schnarcher nicht dabei aufwacht, nimmt seine ebenfalls Schlafqualität ab.

Dauerhaft gestörter Schlaf kann wiederum langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Herz-Kreislauferkrankungen und erhöhtem Blutdruck führen – abgesehen von dem Nährboden für Beziehungsprobleme, den eine unausgeglichene Nachtruhe befördert.

Es muss also eine Lösung her, die sowohl den nächtlichen als auch den sozialen Frieden wiederherstellt – für die Gesundheit und die Liebe. Wie eingangs erwähnt, kann schon der einfache Zahnarztbesuch die ersehnte (Er-)Lösung bringen. Um zu verstehen, wie die Schnarchschiene vom Zahnarzt funktioniert, müssen zuerst die Ursachen beleuchtet werden.

Warum schnarchen wir?

Beim Schlafen verengen sich die Atemwege durch die horizontale Schlafposition und dem dadurch nach unten gekippten Unterkiefer sowie einer zurückgefallenen Zunge. Zusätzlich erschlaffen die Muskeln beim Schlummern. Die physikalischen Gesetze lassen einen schnelleren Sog beim Atmen entstehen, sodass die gelockerten Rachenmuskeln beginnen zu schwingen und eben zu klingen.

Wie stark sich der Mundrachen beim Schlafen verengt und wann die Muskeln beginnen zu flattern, hängt von verschiedensten Faktoren ab, weshalb einige Menschen schnarchen und andere eben nicht. Folgende Umstände begünstigen das nächtliche Sägekonzert:

  • Schlafposition – Die Rückenlage lässt Unterkiefer und Zunge nach hinten abfallen.
  • Blockade der Nasenatmung – Allergien oder Erkältungen führen zu einer verstopften Nase, sodass durch den Mund geatmet werden muss und auch in diesem Fall Unterkiefer und Zunge auf den Mundrachen drücken.
  • Übergewicht – In der Horizontale verengen überschüssige Polster an Hals und Kinn die Atemwege.
  • Alkohol und Medikamente – Ein erhöhter Promillewert im Blut lässt die Muskulatur stärker erschlaffen; gleiches gilt für Beruhigungsmittel oder Schlaftabletten.
  • Polypen oder vergrößerte Mandeln verengen den Rachenraum.
  • Alter – Mit den Jahren verlieren neben der Haut auch die Muskeln ihre Straffheit.
  • Genetische Faktoren – Manchmal hat man es auch einfach nicht in der Hand und das Schnarchen ist durch eine besondere Anatomie der Atemwege oder Beschaffenheit der Muskulatur in die Wiege gelegt.

Achtung: obstruktives Schlafapnoe-Syndrom abklären lassen

Bei den soeben genannten Fällen handelt es sich um vergleichsweise harmloses Schnarchen – der Mundrachen ist zwar verengt, doch die Versorgung mit Sauerstoff ist gewährleistet. Für manche Menschen stellt dies jedoch keine Selbstverständlichkeit dar. Ihr Rachen lässt während des Schlafs gar keine Luft mehr durch und es kommt zu tatsächlichen Atemstillständen. Die Fachwelt spricht dann von dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Die gestörte Sauerstoffzufuhr versetzt den Körper in den Panikmodus, sodass Betroffene ständig aufwachen, ohne es tatsächlich mitzubekommen. Die erholsame Tiefschlafphase wird durch die durchgängig gestörte Atmung nicht erreicht, sodass viele an starker Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwierigkeit oder gar Sekundenschlaf-Attacken leiden. Nicht selten führt der dauerhafte Schlafmangel zu Herzerkrankungen. Aus diesem Grund sollten chronische Schnarcher, die verdächtig oft an grundlos scheinender Tagesmüdigkeit leiden, unbedingt abklären, ob sie an einer obstruktiven Schlafapnoe leiden.

Die unkomplizierteste Lösung: Schnarchschiene vom Zahnarzt

Eingefleischte Schnarcher kennen die gut gemeinten Anti-Schnarch-Tipps: Liegeposition verändern, Gewicht verlieren, oder mal auf die vielleicht notwendigen Beruhigungsmittel verzichten. Wie so oft sind solche Hinweise leichter gesagt als umgesetzt. Die Lieblingsschlafposition gibt es nicht grundlos, Abspecken kostet Zeit und wenn es ohne Medikamente ginge, müsste man darauf nicht zugrückgreifen. In manchen Fällen wird Schnarchern sogar zu Operationen geraten.

Der Zahnarzt Ihres Vertrauens kann nicht nur Karies beheben, sondern auch den Schlaf mithilfe einer einfachen und vergleichsweise schnellen Lösung verbessern. Durch eine speziellen Schiene – der Protrusionsschiene oder einfach Schnarchschiene – werden Unterkiefer und Zunge beim Schlafen daran gehindert, komplett nach hinten zu fallen, sodass die Atemwege geöffnet bleiben. Die Schnarchschiene vom Zahnarzt lässt sich sogar bei leichten bis mittleren Ausprägungen des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms anwenden.

Die Schnarchschiene vom Zahnarzt wird im Labor individuell angefertigt und bedarf einer relativ kurzen Eingewöhnungszeit. Mithilfe von Stellschrauben kann durch zahnärztliche Konsultation die Unterkieferstellung noch nachträglich justiert werden.

Schnarchen muss kein Schicksal sein

Ein simpler Kompromiss, der beide Seiten des Betts zufriedenstellt: Mithilfe einer Schnarchschiene vom Zahnarzt darf der Schnarcher wie gewohnt weiterschlafen und der unfreiwillige Zuhörer kann überhaupt wieder richtig schlafen.

Sie haben Fragen oder Interesse zu einer Schnarchschiene vom Zahnarzt? Gerne helfen wir Ihnen bei ihrem nächsten Termin weiter!

Alles Gute wünscht,

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

So geht’s: Die Zähne richtig putzen

Wussten Sie, dass rotierende Kreisbewegungen beim Zähneputzen schon lange out sind? Wer heute etwas Zahnhygiene hält, fegt lieber. Erfahren Sie, wie Sie Zähne richtig putzen und warum einmal morgens wirklich nicht ausreicht.

zähne richtig putzen

Der Werbemarkt überschlägt sich mit Produkten, die eine ultimative Zahnreinigung versprechen: bunte Zahncremes, raffinierte Zahnbürsten oder hochwirksames Mundwasser. Doch ganz egal, ob wir den vertrauenswürdigen Doktor mit englischen Superlativ im Namen oder das No-Name Produkt nach Hause nehmen, die richtige Anwendung liegt ganz allein in unserer Verantwortung. Wenn wir also das nächste Mal wieder unser Spiegelbild zum tägliche Zahnhygiene-Ritual antreffen, sollten wir tief in uns gehen und prüfend fragen: Putze ich eigentlich richtig?

Nach dem Essen kurz (!) das Zähneputzen vergessen

Zunächst einige Eckdaten bevor es ans Eingemachte geht. Es schadet nicht, nach dem Essen ein wenig abzuwarten, bevor zur Bürste gegriffen wird. Mit „ein wenig“ meinen wir eine gefühlte halbe Stunde. Der Grund liegt in der Säure, der wir unsere Zähne durch den Genuss allerlei Lebensmittel aussetzen. Das Gegenmittel produzieren wir tatsächlich selbst: Unser Speichel neutralisiert die angriffslustige Substanz, während sofortiges Schrubben der Säure sogar noch dabei helfen könnte, den Zahnschmelz wegzuschmirgeln. Übrigens sind sogenannte Zahnpflegekaugummis in der Tat sinnvoll: Die zuckerfreien Dauerkauer regen die Speichelproduktion und somit die körpereigene Säureabwehr an.

Zweimal am Tag ist ein Muss

Obacht: Die halbe Stunde Wartezeit sollte jedoch nicht in komplettem Weglassen der Putzroutine eskalieren. Zähne müssen morgens und abends geputzt werden. Den Beweis für die Notwendigkeit liefert der der schale Geschmack mit klebriger Mundflora, mit der wir alle jeden Morgen aufwachen. Im Schlaf fahren viele unserer Körperfunktionen herunter, weshalb weniger Speichel fließt. Während wir also selig schlummern, wird es in unserem Mund erst so richtig lebendig. Um der Bakterienparty Einhalt zu gebieten, müssen die Zahnbeläge vor der Nachtruhe daher unbedingt entfernt werden. Den nächtlichen Neuankömmlingen bietet wiederum das morgendliche Zähneputzen Paroli.

zähne richtig putzen

Zähne richtig putzen mit der Fegetechnik

Nachdem die Rahmenbedingungen nun abgesteckt sind, kommen wir zum Eingemachten: Wie putzt man denn nun richtig? Wer am liebsten mit seiner Zahnbürste horizontal hin- und herschrubbt, macht leider wenig richtig. Diese eher lieblose Methode entbehrt jeder Gründlichkeit und kann unter Umständen sogar dem Zahnfleisch schaden. Die erwachsenen Zähneputzer, die sich guten Gewissens der in der Kindheit gelernten Rotationstechnik bedienen, haben leider auch keinen Preis gewonnen. Die Auf- und Ab-Bewegung schiebt Teile der Zahnbeläge nach oben, gar unters Zahnfleisch, das sich dadurch entzünden kann.

Ist Ihnen aufgefallen, dass Zahnbürsten ein wenig wie Handfeger aussehen? Zumindest sollten wir sie nach Vorbild der kleinen Haushaltshilfe benutzen. Dies bedeutet konkret: stets von Rot nach Weiß, von Zahnfleisch zu Zahn mit wenig Druck und im schrägen Winkel den Zahnbelag herunterfegen. Die Zähne sollten zudem mit dem richtigen System, das alle Dimensionen abdeckt, „entstaubt“ werden: Die Kauflächen, die Außen- und Innenseiten und – sehr wichtig – die Zahnzwischenräume. Häufig wird empfohlen, in der eben genannten Reihenfolge vorzugehen, doch Hand aufs Herz: Der monotone Schrubbprozess, der übrigens vier Minuten dauern soll, verführt schnell zur Faulheit. Um den eigenen Schweinehund auszutricksen, arbeiten sich viele von schwer nach einfach vor. Das heißt:

 

  1. Zuerst die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen. Wer richtig und gründlich putzen möchte, kommt um das Fädeln nicht herum, da selbst die beste Zahnbürste der Welt es nicht vermag, zwischen den Zähnen effektiv zu reinigen. Wie Zahnseide richtig anzuwenden ist, lesen Sie hier.
  2. Erste Station für die Zahnbrüste: die Innenseite. Sie stellt die unbequemste Verrenkung für das Hand-Zahnbürsten-Duo dar und erfordert motivierte Gründlichkeit, die wir am ehesten in den ersten Minuten aufbringen.
  3. Es folgt: Die Außenseite. Sowohl für Innen- als auch Außenbereich gilt die soeben angeführte Fegetechnik, die ausschließlich von Rot nach Weiß putzt.
  4. Die Kauflächen zum Schluss. Fast geschafft! Jetzt kann sich nochmal richtig ausgetobt werden, bevor die Zahnbürste in den Putzbecher geworfen und für die kommenden Stunden in Ruhe gelassen werden darf.

 

Anschließend sollte der Mund noch einmal gut ausgespült werden. Nach gründlicher Reinigung mit lauwarmen Wasser, trocknet die Zahnbürste am besten freistehend in der Luft, da dauerhafte Feuchte ein Nährboden für Bakterien ist. Zu guter letzter dürfen Sie sich stolz auf Schulter klopfen und mit selbstbewussten Lächeln in den Tag starten oder reinem Gewissen wohlig einschlafen.


Sie haben noch Fragen, wie Sie Zähne richtig putzen? Gern klären wir Sie bei Ihrem nächsten Termin auf. Wir wünschen Ihnen alles Gute!


Ihre Zahnarztpraxis Saupe und Schwarz.

Alles, was Sie über die Handzahnbürste wissen sollten

Ein Zahnarztblog ohne Zahnbürsten-ABC – das darf nicht sein. Es folgt nun alles Wissenswerte zum essentiellen Element unserer täglichen Zahnpflege. Eines schon vorab: Die Beziehung zur Zahnbürste funktioniert am besten monogam.

handzahnbürste

Alles begann mit einem Baum. Miswak, Arak, Siwak oder Sewak lauten die Namensvariationen des Salvadora persica, der, ohne Spaß, umgangssprachlich „Zahnbürstenbaum“ heißt. Sowohl im alten Ägypten als auch später im arabischen Raum schrubbte man sich mit den ausgefransten Arak-Zweigen die Zähne. Die Pflanze enthält allerlei Mineralien, keimhemmende Substanzen und sogar etwas Fluorid, das bis heute den Kariesbakterien am besten entgegenwirkt. Doch bevor in den Nahen Osten für das natürliche zwei-in-eins-Kaustöckchen zum Nullpreis gepilgert wird: Unsere hohe Lebenserwartung sowie die veränderte Ernährung stellen weitaus schwierigere Herausforderungen an unsere Zähne als vor 5000 Jahren. Der Wechsel von Zahnpasta zu Zahnbürstenbaum wäre in unseren Breitengraden vielleicht ökologischer, bildet aber auch den Direktweg zu den dritten Zähnen.

In Europa waren erste Formen der Zahnbürste nur den Wohlhabenden vorbehalten bis das Nylon vor weniger als 100 Jahren das Licht der Welt erblickte und die Tierhaare als Borsten ablöste. Die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts markieren den historischen Umbruch, der eine Gleichschaltung in der Zahnpflege herbeiführte. Ob reich oder arm, jung oder alt, die Benutzung der Zahnbürste gilt den meisten als selbstverständliches Ritual.

Weich, mittelhart oder ganz hart?

Die herkömmliche Handzahnbürste begegnet uns in den wildesten Farb-, Form- und Borstenvariationen. Schwingbarer Kopf, integrierte Borsten für die Zwischenräume oder gar vibrierend – bunt geht es in den Drogerien und Supermärkten allemal zu. Entscheidend ist für die Wahl vor allem eins: weich, mittelhart oder ganz hart. Eine Studie mit 120 Teilnehmern ergab, dass harte Bürsten den Belag tatsächlich besser lösen. Diese haben jedoch einen Haken: In Kombination mit falscher Putztechnik – wildes, horizontales Schrubben etwa – können die harten Borsten empfindliches Zahnfleisch ernsthaft verletzen und sogar dafür sorgen, dass dieses sich zurückzieht und die Zahnhälse freilegt (empfindliche Zähne). Mutige, mit harten Zahnbürsten bewaffnet, sollten daher stets von rot zu weiß (von Zahnfleisch zu Zahn) putzen und sparsam Druck ausüben.

Dementsprechend verhalten sich weiche Bürsten schonend zum Zahnfleisch – und zum Zahnbelag. Die mittelharte Stärke verspricht den Kompromiss, doch auch diese kann mit der Putzleistung der Harten nicht ganz mithalten. Egal wie doll man es mag, die richtige Putztechnik in Kombination mit geduldiger Gründlichkeit bewährt sich in jedem Fall.

Zähne pflegen und den ökologischen Fußabdruck kleinhalten

Beim Härtegrad hört die Bürstenfrage noch lange nicht auf. Vielen ökologisch Bewussten widerstreben die Kunstfasern, weshalb einige zu dem ursprünglichen Auslaufmodell Naturhaar greifen. Dachse, Schweine und Wildschweine liefern den dafür benötigten haarigen Rohstoff, der eine besonders schonende Reinigung verspricht. Leider liefert die organische, porenhafte Substanz einen fantastischen Nährboden für Bakterien, die das Zähneputzen doch eigentlich minimieren und nicht nachliefern soll. Zum Glück lassen die umweltbewussten Innovationen des 21. Jahrhunderts um Nachhaltigkeit Bestrebte nicht hängen. Mittlerweile führt der Markt Zahnbürsten aus Biokunststoff, die komplett kompostierbar sind, sodass theoretisch kein (Wild-)Schwein mehr sein Haar opfern muss. Selbstverständlich zählt dazu auch der Griff, der aus abbaubarem Holz, meistens Bambus, gefertigt ist. Bambus-Zahnbürsten sind wiederum auch mit herkömmlichen Nylonfasern erhältlich, womit dann also jede Vorliebe abgedeckt ist.

Um das Thema Nachhaltigkeit abzuschließen, sei noch auf die Wechselkopfzahnbürste hingewiesen. Nach Abnutzung erlaubt dieses Modell den unkomplizierten Austausch des Bürstenkopfes und begrenzt damit den Müll bei der Entsorgung.

handzahnbürste

Zahnbürsten wollen nicht wandern

Apropos Wegwerfen: Bei der Frage, wie lange sich Zahnbürsten halten, gehen die Meinungen auseinander. Manche empfehlen den Wechsel nach vier Wochen, andere halten den Austausch nach einem Vierteljahr für ausreichend. In jedem Fall gilt es die Zahnbürste oder nur den Bürstenkopf zu beerdigen, wenn die Borsten ausgefranst und wild voneinander wegstehen. Während ihrer Lebenszeit wollen Zahnbürsten auch richtig gehalten werden: Ausgespült und senkrecht im oder horizontal über dem Becher im Freien abgestellt, damit die Borsten richtig trocknen und nicht zum nassen Bakterienhort mutieren. Ferner ist Teilen im Allgemeinen zwar lobenswert, darf beim Putzwerkzeug aber aufhören. Auch gemeinsame Nutzung erhöht sich das Bakterienrisiko, ganz zu schweigen von der Ansteckungsgefahr mit Infektionskrankheiten.

Reinigen elektrische Zahnbürsten effektiver als die Handzahnbürste?

Bis heute konnte nicht bewiesen werden, ob die motorisierte Variante der herkömmlichen überlegen ist. Wer die richtige Putztechnik beherrscht, muss nicht zwingend aufrüsten. Eine elektrische Zahnbürste kann sich dennoch lohnen, wie wir schon vor einiger Zeit ausführlich erörterten.

Die richtige Orientierung im Bürstendschungel

Wie schon erwähnt, prangen uns bei den Handzahnbürsten die wildesten Modelle im gut sortierten Zahnpflege-Regal entgegen: Ergonomische Griffe, gezackte Bürstenkopfe mit bunten Strähnen und vieles mehr. Aber kein Stress! Neben dem zahnfleischgerechten Härtegrad seien tendenziell runde und kürzere Köpfe zu empfehlen, da diese leichter in alle Ecken der Mundhöhle gelangen. Die Zwischenräume können nur Zahnseide oder Interdentalbürsten effektiv reinigen, mögen die bunten Verpackungen der Zahnbürsten noch so viel versprechen. Die Beschaffenheit oder Flexibilität des Stiels sind hingegen individuelle Vorliebe, die nur im Selbsttest erfahren werden kann. Nur gut, dass Zahnbürsten keine lebenslange Verpflichtung sind und wir viel Zeit zum Ausprobieren zur Hand haben.

 

Persönliche Empfehlungen sprechen wir Ihnen gern bei Ihrem nächsten Termin aus. Wir freuen uns auf Sie!

 

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Geräuschvoller Stress: Nächtliches Zähneknirschen

Haben Sie manchmal unerklärliches Kopfweh oder Schmerzen, wenn Sie den Kiefer öffnen? Vielleicht gehören auch Sie zu den 20 Prozent der Deutschen, die nachts gerne mal mit ihren Zähnen knirschen. Warum wir das tun und wieso wir es am besten lassen sollten, lesen sie hier.

nächtliches-zähneknirschen

Während des Schlafs bekommen die wenigsten mit, zu welchen Hochformen Kiefer und Zähne auflaufen können. Woher diese Bewegungs- und Malmfreude kommt, ist bis heute nicht ausreichend erforscht, jedoch deuten die meisten Tendenzen auf Stress hin. Stress wiederum ist ein vager Begriff und nahezu jeder sieht sich im beruflichen oder privaten Lebensbereichen damit konfrontiert. Psychologen vermuten, dass ungelöste Probleme oder emotionale Konflikte uns dazu veranlassen, diese im Schlaf im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal durchzukauen. Das physische Zudrücken dient dann als Ventil für den mental empfundenen Druck oder Frust. Weitere Überlegungen der Forschung sehen in Wein, Kaffee oder Tabak eine mögliche Ursache für das Zähneknirschen. Alkohol, Koffein oder Nikotin sind letztendlich Nervengifte, die einen entsprechenden Einfluss auf unser Nervensystem während der Schlafphasen nehmen können.

Mögliche Symptome: Kopfschmerzen, Kieferknacken, Tinnitus

Manche beobachten sich schon tagsüber beim gelegentlichen Zusammendrücken der Zähne, jedoch sind die Ausmaße beim nächtlichen Knirschen weitaus höher. Wenn wir schlafen, erhöht sich unsere Schmerzschwelle, was unseren Kiefern erlaubt, unbemerkt bis zu zehnmal kräftiger zuzudrücken. Daher laufen wir Gefahr, dass unser nächtliches Knirschen lange unbemerkt bleibt. Wer sich das Bett mit jemanden teilt, wurde vielleicht schon verärgert darauf hingewiesen, da das nächtliche Knirschen eine imposante Geräuschkulisse produziert. Diejenigen ohne Schlaf-Feedback sollten mal darauf achten, ob sie häufiger, insbesondere nach dem Aufwachen, mit ominösen Kopfschmerzen oder einem verspannten, schmerzenden Kiefer zu tun haben. Häufig lässt sich dann auch ein Knacken oder hörbares Reiben bei der Kieferbewegung vernehmen. Auch unerklärbare Ohrenschmerzen oder ein Tinnitus können Symptome fürs Zähneknirschen sein.

Auf schmerzempfindliche Zähne achten

Leider nimmt das unbewusste Mahlen unter Umständen auch den Zahnschmelz in Anspruch, sodass dieser Abschleifungen oder gar Risse aufweisen kann. Auch besonders poliert aussehende Zahnkronen sind ebenso verdächtig wie empfindliche Zähne, die auf Temperaturen oder Süßes reagieren. Durch das Zähneknirschen können sich Teile des Zahnschmelzes an den Zahnhälsen abgetragen, sodass die kleinen Nervenkanälchen mit heiß, kalt, süß oder sauer in Berührung kommen und Alarm in Form von Schmerzen schlagen. Wiederum muss das Knirschen nicht immer Spuren an den Zähnen hinterlassen und kann zeitlich begrenzt bleiben. Falls Sie Ihre Zähne des nächtlichen Mahlens verdächtigen oder mit unerklärbaren Kopf-, Kiefer,- oder Ohrenschmerzen zu tun haben, sollten Sie Ihren Zahnarzt des Vertrauens einmal darauf ansprechen, ob Spuren an den Zähnen schon erkennbar sind.

Die Knirscherschiene – Nicht unbedingt sexy, aber hilfreich

Wahrscheinlich ein Déja-vu für alle ehemaligen Teenager, die sich mit losen Zahnspangen plagen mussten: Vom Zahnarzt identifizierte Knirscher erhalten in der Regel eine ungefähr einen millimeter dicke Aufbissschiene aus Kunststoff, die nachts die Zähne voreinander schützen soll. Sie verhindert, dass sich der Zahnschmelz weiter abträgt und hilft dem Kiefer dabei, sich wieder zu entspannen. Am wichtigsten ist jedoch, gegen das Zähneknirschen und seine Ursachen vorzugehen. Manchmal sind die Ursachen physischer Natur, etwa bei Zahn- oder Kieferfehlstellungen. Auch hier kann Ihnen Ihr Zahnarzt helfen, diese zu identifizieren.

Lernen, Stress zu bewältigen

Wer vermutet, seine Zähne aufgrund von Stressgefühlen aneinander zu reiben, sollte ich Folgendes vor Augen halten: Die Situationen, die in uns Stress auslösen, können wir selten ändern oder verhindern. Was wir aber in der Hand haben, ist unser Umgang damit. Zähneknirschen kann ein Symptom dafür sein, dass wir noch nicht die richtigen Methoden zur Bewältigung und Entspannung gefunden haben. Vielleicht bietet schon ein autogenes Training oder progressive Muskelentspannung die richtige Anregung zur Stressbewältigung. Manchmal sitzen die Ursachen aber auch tiefer und dem chronischen Zähneknirschen liegen psychische Konflikte zugrunde. In diesem Fall ist es nicht nur zum Wohl der Zähne sondern auch für den seelischen Zustand wichtig, eventuell den Schritt zu entsprechenden Beratungsangeboten oder Psychotherapie zu wagen.

Falls Sie sich selbst in Verdacht haben, mit den Zähnen zu knirschen, beraten wir Sie gerne in unserer Praxis. Wir freuen uns auf Ihren Termin und wünschen Ihnen alles Gute!

 

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Zahnlücke füllen lassen: So wachsen die Zähne optisch zusammen

Madonna, Elton John sowie gefragte Supermodels besitzen sie: Die Zahnlücke. Doch ist Lücke nicht gleich Lücke, weshalb manch lückiges Erscheinungsbild am Selbstbewusstsein ihrer Träger nagt. Erfahren Sie, wie diese überhaupt entsteht und wie sich Zahnlücken füllen lassen. 

zahnlücke füllen

Das Spektrum der Zahnlücken: Diastema, Lückenstand, schwarze Dreiecke

Die Zahnlücke tritt in verschiedenen Formen mit unterschiedlichen Ursachen auf. Dank zahlreicher Prominenter ist die ikonische Lücke zwischen den mittleren Schneidezähnen, das Diastema mediale, vielen am geläufigsten. Jenes entsteht durch ein zu tief angesetztes Lippenbändchen, das ihren Trägern erblich übergeholfen wird. Zudem gibt es das “unechte” Diastema, das entweder durch die fehlende Anlage oder der Verkümmerung eines seitlichen Schneidezahns hervortritt.

Physische Einwirkungen, ein Zahnunfall oder fortgeschrittene Karies, die bis in den Wurzelkanal vorgedrungen ist, können zum Zahnverlust und damit ebenfalls zur Lücke im Gebiss führen.

Besteht zwischen den Zähnen im allgemeinen kleinere Lücken, die nicht durch einen fehlenden Zahn hervorgerufen sind, spricht die Zahnmedizin vom Lückenstand. In diesem Fall existiert ein Missverhältnis zwischen Zahngröße und Kiefergröße.

Treten Zahnlücken in Form von kleinen schwarzen Dreiecken am Zahnansatz auf, liegt dem häufig eine fortgeschrittene Parodontitis zugrunde, die das Zahnfleisch zurückgehen und die kleinen dreieckigen Lücken entstehen lässt.

Neben den “senkrechten” Zahnlücken, kann es auch im weiteren Sinne zu “waagerechten” Lücken kommen: Chronisches Zähneknirschen führt zu starken Abnutzungen des Zahnschmelzes und der härteren Zahnsubstanz, was sich im Frontzahnbereich durch fransige, abgestumpfte und verkürzte Zahnkronen zeigt.

Mut zur Lücke oder Zahnlücke füllen lassen

Wie immer liegt die Schönheit im Auge des Betrachters. Doch ob wir wollen oder nicht, unsere Zähne funktionieren als Visitenkarte für unsere Pflegegewohnheiten und unseren Wohlstand. Selten können wir etwas für unsere Zahnstellung oder unsere natürliche Zahnfarbe, nur lässt sich genauso wenig ihre ästhetische Wirkung beeinflussen. Glücklicherweise erlangte das Diastema mediale einen Kultstatus, sodass die Lücke zwischen den oberen Frontzähnen von vielen mit Stolz getragen und gezeigt wird. Ein allgemein lückiger Schneidezahnbereich à la Jürgen Vogel hingegen verdirbt vielen das selbstbewusste Lachen, was sich negativ auf den privaten und beruflichen Bereich auswirken kann.

Im Fall des Zähneknirschens treten sogar ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten auf, da die porösen, abgetragen Zahnkronen anfälliger für Karies sind. Zahnmedizinische Maßnahmen gegen lückige Zahnstellungen sind also nicht ausschließlich eine reine Maßnahme der Ästhetik.

Bester Ansprechpartner für den Lückenschluss ist Ihr Zahnarzt. Dieser kennt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie die Zahnlücke optimal zu schließen ist.

zahnlücke füllen komposit

Die ästhetische Zahnumformung mit Komposit der seitlichen Schneidezähne. Oben: vorher, unten: nachher.

Veneers waren gesten: Die Vorteile der ästhetischen Zahnumformung

Viele kennen sie mittlerweile: Die dünnen, lichtdurchlässige Keramikschalen, Veneers genannt, die auf den Zähnen angebracht werden und diese ebenmäßiger aussehen lassen. Doch häufig müssen sowohl der zu beklebende Zahn sowie die umliegenden Zähne beschliffen werden, was die Zahnsubstanz langfristig anfälliger gestalten und die Lebenszeit des Zahns verkürzen kann.

Als weitaus eleganter, effizienter und schonender beweist sich die ästhetische Zahnumformung. Während Veneers extra im Labor gefertigt werden müssen, formt der Zahnarzt die Zähne mit Komposit in individueller Schichttechnik direkt im Mund um. Lücken, schwarze Dreiecke, verkümmerte oder “abgeknirschte” Zähne lassen sich in natürlicher wirkenden Optik ausgleichen, sodass Zähne, Zahnfleisch und Lippenform die gewünschte harmonische Einheit bilden.

Die ästhetische Zahnumformung etabliert sich zunehmend als populärere Variante – nicht zuletzt aufgrund des Materials. Denn während Anpassungen der Keramik-Veneers selten möglich sind, können am Komposit nachträglich Reparaturen und Korrekturen im Mund vorgenommen werden.

Auch wir von der Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz sind von der Zahnumformung mit Komposit als die schonendere und ästhetischere Variante überzeugt und besitzen diesbezüglich langjährige Erfahrung. Falls Sie sich für den ästhetischen Lückenschluss interessieren, sprechen Sie uns gerne bei Ihrem nächsten Termin darauf an!

Zahnimplantat oder Zahnbrücke für die Lücke?

Im Fall eines Zahnverlustes muss die Zahnlücke geschlossen werden, um Kaufunktion und Kiefergesundheit zu erhalten. Hierfür bietet die moderne Zahnmedizin zwei Möglichkeiten: Implantologie oder Prothetik. Letztere bedeutet, dass die Zahnlücke mit einer Konstruktion aus Zahnkronen überbrückt wird – daher der Begriff „Zahnbrücke“ oder umgangssprachlich „Brücke“. Die Lücke wird mit einer Zahnkrone „gefüllt“. Die angrenzenden Zähne stabilisieren diese, indem diese ebenfalls überkront werden.

Diese Prozedur birgt jedoch zwei Nachteile. Die umliegenden, noch gesunden Zähne müssen beschliffen und damit wertvoller Zahnschmelz abgetragen werden. Ferner überträgt sich die Kaukraft nicht mehr auf den Knochen, sodass dieser Gefahr läuft, sich durch die ausbleibende Belastung zurückzuentwickeln.

Implantologie für langfristige Gebiss- und Zahngesundheit

Als Alternative zur Brücke entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten die Implantologie. Diese Technologie pflanzt künstliche Zahnwurzeln in den Kiefer ein, sodass die Zahnkronen zur Lückenfüllung direkt auf diesen sitzen. Die gesunden Nachbarzähne bleiben verschont und der Kiefer, der wieder die gewohnte Belastung erfährt, in gewohnter Form erhalten.

Im Gegensatz zur Zahnbrücke handelt es sich bei Zahnimplantaten um eine Prozedur für den langen Atem, da die Implantate vor der Verkronung mehrere Monate einheilen müssen. Auch die Kosten können einen erstmal nach Luft schnappen lassen. Die künstlichen Zahnwurzeln zählen – im Gegensatz zur Zahnbrücke – nicht zur Standardversorgung und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur teilweise oder gar nicht finanziert. Eine Zahnzusatzversicherung erleichtert die Budgetfrage, insbesondere wenn sie frühzeitig abgeschlossen wurde.

Aus zahnmedizinischer Sicht sind Implantate ihren Aufwand und ihre Kosten allemal wert, da den gesamten Kieferapparat bis ins Alter intakt halten.

Ihr Ansprechpartner für optimalen Lückenschluss

Wer seine Zahnlücken schließen lassen möchte, dem stehen eine Vielzahl an Möglichkeiten der Zahnheilkunde offen. Das Wichtigste ist dabei eine fachkundige und transparente Beratung, die Sie in unserer Praxis finden. Wir freuen uns auf Ihren Termin und Ihre Fragen!

 

Alles Gute wünscht,

 

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Abschließen oder nicht abschließen? Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung überhaupt? Diese Fragen stellen sich vor allem gesetzlich Versicherte, denen die Regelversorgung oft nicht ausreicht. Gerade in Hinblick auf hochwertigen aber teuren Zahnersatz, ziehen viele eine Zahnzusatzversicherung in Betracht.

lohnt sich eine zahnzusatzversicherung

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung nun?

Private Zahnzusatzversicherungen sind im Trend. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl abgeschlossener Policen von 7,8 Millionen auf 15 Millionen verdoppelt. Die Ursache liegt den in 2005 inkraftgetretenen Leistungskürzungen in den gesetzlichen Krankenversicherungen zugrunde. Jene richten die Kostenübernahme nach folgender Regel: Die Behandlung durch den Zahnarzt muss “ausreichend” und “zweckmäßig” sein. So zumindest steht es im SGB V (Fünftes Buch Sozialgesetzbuch). Die freie Übersetzung dieses Paragraphen wäre wohl etwa “das Beste fürs Günstigste”, weshalb nur graue Amalgamfüllungen statt elegant unauffälliger Keramikfüllungen vollständig bezahlt in den Backenzahn gelangen. Zahnärztliche Behandlungen, die über die Regelversorgung hinausgehen, sind aus eigener Tasche zu zahlen. Zahnzusatzversicherungen setzen an dieser Stelle an. Sie springen ein, wenn Behandlungen anfallen, die der Kassenpatient teilweise oder vollständig zahlen muss: etwa die professionelle Zahnreinigung, bestimmte Zahnfüllungen oder fester Zahnersatz. Vor allem letzterer entpuppt sich als besonders teure Angelegenheit, die jedoch die einzige Alternative zur losen Brücke oder Prothese ist.

Im Alter manövriert sich die Zahnersatz-Frage zum vorherrschenden Thema in der Zahngesundheit und die teuren, künstlichen Zahnwurzeln punkten als vorteilhafteste Methode. Nur befindet sich nicht in jedem Sparstrumpf das nötige Kleingeld, sodass die Zahnzusatzversicherung sich für viele gesetzlich Versicherte als sinnvolle Lösung anbietet. Die Frage “Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?” lässt sich daher erst einmal positiv beantworten. 

Zahnzusatzversicherung abschließen, wenn die Zähne noch gesund sind

Wichtigste Regel: Die Zähne sollten beim Abschluss noch größtenteils intakt sein. Die Patienten müssen gegenüber der Versicherung ihren Zahnarzt von der Schweigepflicht entbinden. Daher ist es zwecklos, schon bestehende Probleme beim Eintritt zu verheimlichen. Diese Regelung gilt altersübergreifend. Wer mit ende 50 noch Zähne besitzt, die gut in Schuss sind, kommt mit Sicherheit in einer Police unter (wahrscheinlich aber mit höherem Monatsbeitrag). Wessen Gebiss schon mit Ende 20 einer Baustelle gleicht, wird trotz jungem Alter Schwierigkeiten haben. Zudem sehen die Verträge eine Wartezeit von mehreren Monaten vor, bis es zu einer teilweisen Kostenübernahme kommt. Viele Anbieter bezahlen zudem erst nach einigen Jahren die Leistungen vollständig.

Übrigens ist auch bei einer Zahnzusatzversicherung das sorgfältig gepflegte Bonusheft goldwert, da manche Versicherer noch mehr Kosten übernehmen.

Nach Art der Schadensversicherung oder Lebensversicherung?

Wer nun frohen Mutes den Schritt der privaten Zahnzusatzversicherung wagen möchte, sieht sich leider mit einem regelrechten Dschungel an Zahnzusatzpolicen konfrontiert. Welcher Tarif der geeignetste und fairste ist, lässt sich auf den ersten Blick schwer erkennen. Zunächst müssen Versicherunsgwillige wissen, dass sich die Beiträge nach zwei verschiedenen Prinzipien berechnen können: Nach Art der Lebensversicherung und nach Art der Schadensversicherung.

Nach Art der Schadensversicherung

Dieser meist üblichere Tariftyp behält sich vor, im Vertragsverlauf die Beiträge dem Alter entsprechend zu erhöhen. Auch im Fall einer allgemeinen Erhöhung der Gesundheitskosten, muss mit nach oben korrigierten Preisen gerechnet werden. Vor allem jüngere Menschen profitieren von den zunächst niedrigen Raten, müssen sich aber auf den entsprechendem Beitragsanstieg einstellen.

Nach Art der Lebensversicherung

Versicherte brauchen hier keine altersabhängigen Beitragserhöhungen befürchten, da von Anfang an so genannte “Alterungsrückstellungen” im zu zahlenden Betrag inbegriffen sind. Bedeutet: Ein Teil des monatlichen Beitrags wird für Rücklagen, die höhere Kosten im Alter decken sollen, verwendet. Das wiederum heißt, dass die Preise von Anfang an teurer sind. Doch auch diese Art der Zahnzusatzversicherung ist nicht hundertprozentig vor Erhöhungen gefeit. Sollten die Kosten im Gesundheitswesen ansteigen, wirkt sich das ebenfalls auf die monatliche Sollstellung aus. Und: Wer den Anbieter wechselt, darf die schon gezahlten Rücklagen nicht in die neue Police mitnehmen. Policen nach Art der Lebensversicherung sind also vor allem für langfristig Planende geeignet.

Angebote primär auf Zuschüsse für den Zahnersatz prüfen

Eine Zahnzusatzversicherung ist eine monatliche Investition, die sich später auch wirklich lohnen sollte. Interessierte kommen daher nicht drum herum, das Angebot gründlich zu studieren. Wichtigster Prüfstein ist der Zahnersatz, der mit Abstand die teuerste Leistung darstellt. Die Schlüsselfrage lautet: Was (Implantat, Krone, Wurzelbehandlung) wird wie umfangreich (50%, 75%, 100%) bezuschusst? Weitere relevante Zusatzleistungen sind Zuzahlungen für höherwertige Zahnfüllungen und Prophylaxe-Maßnahmen wie der professionellen Zahnreinigung. Häufig bieten die Versicherer flexible Angebote an, sodass jüngere Menschen ihren Tarif mehr auf Zahnerhalt auszurichten können, während ab mittlerem Alter die Investition in spätere Implantologie-Maßnahmen beginnt.

Nehmen Sie sich Zeit zum Vergleichen

Für gesetzlich Versicherte lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung, es muss nur der passende Anbieter gefunden werden. Welche Art der Versicherung die besten Konditionen besitzt, lässt sich pauschal jedoch nicht beantworten. Tendenziell profitieren jüngere Menschen mehr von der Art nach Schadensversicherung. Die Beiträge sind einerseits noch niedrig und andererseits ist der Wechsel des Anbieters nicht so schmerzhaft, da es keine Rücklagen gibt, die wegfallen könnten. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Vergleichsportalen, die bei der Entscheidungsfindung helfen. Etwa die WaizmannTabelle oder Stiftung Warentest (leider mit einer kleinen Gebühr verbunden). Zudem besteht die Möglichkeit, einen Versicherungsberater zu Rate zu ziehen, der den besten Tarif aushandelt. In jedem Fall muss die Suche früh beginnen, damit sich der Schritt in die private Zahnzusatzversicherung am Ende wirklich lohnen wird.

 

Gern können Sie sich bei weiteren Fragen an uns wenden, wir freuen uns auf Ihren Termin!

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

Empfindliche Zähne – Wenn Kälte und Wärme schmerzen

Autsch! Man gönnt sich eine eisgekühlte Cola, doch bevor die sprudelnde Süße überhaupt zur Entfaltung kommt, breitet sich ein eklig schmerzhaftes Ziehen im Mund aus. Empfindliche Zähne plagen ein viertel aller Menschen. Die Ursachen dafür können mitunter kurios sein.

Warum die Zähne schmerzen

Nicht nur der heiße Winterpunsch oder der erfrischend kalte Eistee lassen die Zähne aufschreien. Auch Süßigkeiten oder saures Obst entpuppen sich als wahre Genuss-Killer, wenn die Zähne empfindlich sind. Im zahnärztischen Fachjargon wird das Phänomen mit folgendem Zungenbrecher beschrieben: Dentinhypersensibilität. Darin steckt das Wörtchen “Dentin”, also das Zahnbein, das unter dem Zahnschmelz liegt. Frei Übersetzt bedeutet der Begriff: Das Zahnbein ist überempfindlich. Theoretisch sollte das Dentin beim Essen überhaupt nichts empfinden können, da es unter Zahnschmelz und Zahnfleisch vergraben ist, doch genau hier liegt das Problem. Wenn sich die Zahnschmelzschicht verdünnt oder das Zahnfleisch zurückgeht, liegen Teile des Dentins offen. Das Dentin ist wiederum mit kleinen, äußerst empfindlichen Nervenkanälen durchzogen, die mit dem Zahnnerv verbunden sind. Reize durch extreme Temperatur oder Säure gelangen also direkt in das Herz des Zahns, der in Form von Schmerz Alarm schlägt. Moment! Schokoriegel sind doch nicht sauer? Anfangs nicht. Süßes schmeckt zwar nicht sauer, aber die Bakterien in der Mundhöhle wandeln den Zucker blitzschnell in Säure um – deswegen genießt Zucker unter anderem auch zurecht solch schlechtes Ansehen. Die umgewandelte Säure greift den Zahnschmelz an.

Empfindliche Zähne durch freiliegende Zahnhälse

Die wohl geläufigste Form des exponierten Dentins sind die freiliegenden Zahnhälse, wenn also das Zahnfleisch zurückgeht. Das passiert bei einer Parodontitis, die Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sowohl der Knochen als auch das Zahnfleisch bilden sich dann langsam zurück. Es gibt jedoch noch eine andere, etwas kuriosere Ursache: Wer es zu gut beim Zähneputzen meint, schrubbt vielleicht auch das Zahnfleisch “weg”. Ein zu starkes Aufdrücken beim Putzen in Kombination mit sehr harten Zahnbürsten kann sowohl das Zahnfleisch auf Dauer nach oben verschieben als auch den Zahnschmelz abschmirgeln. Das häufig ungewollte und unbewusste Zähneknirschen gefährdet den Zahnschmelz ebenfalls. Manchmal entstehen dadurch kleine, keilförmige Aushöhlungen an den Zahnhälsen, die wiederum das Dentin mit seinen reizempfindlichen Dentinkanälen freilegen.

Was kann ich zuhause gegen Empfindliche Zähne unternehmen?

Im Verzicht von Kaffee, Tee oder eisgekühlten Erfrischungen sollte die Lösung natürlich nicht liegen. Wenn Ihre Zahnbürste nach wenigen Wochen so aussieht, als wäre das rote Meer geteilt worden, da die Borsten wild zur Seite abstehen, dann kann tatsächlich Ihre Zahnpflege-Routine eine Ursache sein. Am besten direkt auf weiche Zahnbürsten umsteigen und diese mit weniger Druck an den Zähnen entlang führen. Wichtig ist auch, von Zahnfleisch zu Zahn, also von rot zu weiß zu putzen. Zusätzlich gibt es noch speziell für schmerzempfindlichen Zähne entwickelte Zahnpasten, die Nervenkanäle im Dentin temporär versiegeln.

Was unternimmt der Zahnarzt gegen schmerzempfindliche Zähne?

Wer feststellt, dass die Zähne sich optisch verlängert haben oder ein häufiges Aneinanderpressen der Beißer beobachtet, sollte sich ohnehin an den Zahnarzt wenden. So kann im Fall einer Parodontitis sofort behandelt oder eine Anti-Knirsch-Schiene für die Nacht angepasst werden. Defekte im Zahnhalsbereich lassen sich mit kleinen Kunststofffüllungen beheben. Freiliegende Zahnhälse können versiegelt werden, sodass äußere Reize den Dentinkanälchen nichts mehr anhaben können. Nicht zuletzt holt man sich auch die besten Tipps für die richtige Zahnpflege in der Zahnarztpraxis des Vertrauens.

 

Auch die Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz berät und behandelt Sie gern bei schmerzempfindlichen Zähnen und wünscht Ihnen Alles Gute!

Bleaching Produkte aus der Drogerie: Können die was?

Bleaching-Gel, Streifen, Schienen oder Zahnpasta – die namenhaften Drogerien bieten die Qual der Wahl für die günstige Zahnhaufhellung zuhause. Doch wer vom Hollywood-Lächeln träumt, der läuft Gefahr, enttäuscht zu werden, denn so gering wie der Preis ist auch die Leistung.

Das Jahr 2012 war einschneidend für den Markt frei verkäuflicher Zahnaufheller. Denn der gebräuchliche Wirkstoff zur Aufhellung, Wasserstoffperoxid, durfte nur noch als verschwindend geringer Anteil enthalten sein. Eine neue EU-Kosmetikrichtlinie veranlasste, dass Bleaching-Mittel ab einem Wasserstoffperoxid-Gehalt von 0,1 Prozent ausschließlich in die Hände von geschulten Behandlern, also Zahnärzten, gehöre. Die Gründe dafür sind triftig. Einerseits kann ein höherer Wasserstoffperoxid-Anteil das Zahnfleisch reizen oder gar verletzen, wenn es bei fehlerhaftung Behandlung damit in Berührung kommt. Andererseits müssen die Voraussetzungen für das Bleaching stimmen. Bei angegriffenem Zahnschmelz, gar Karies oder freiliegenden Zahnhälsen schädigt die zusätzliche Belastung durch das Bleichmittel die Zahnsubstanz erheblich. Da weder die freundliche Drogerie-Verkäuferin noch die Apothekerin des Vertrauens die Kompetenz besitzen, den Zahnzustand zu bewerten, hat die EU-Kommission beschlossen, dass Bleaching Produkte für den Eigenbedarf nicht zumutbar sind. Nur in der Zahnarztpraxis können die Risiken bestimmt werden und ob die Zähne wirklich bereit für ihre Schönheitskur sind.

Seit Inkrafttreten dieser Verordnung hat sich das Produktspektrum frei verkäuflicher Zahnaufheller verkleinert. Trotzdem finden sich noch Zahnpasta, Gele und klebende Strips in den Regalen, die mit dem Versprechen locken, weißere Zähne für einen schmalen Taler zu zaubern. Nur, hinter den günstigen Preisen all dieser Produkte versteckt sich ein Haken, doch der Reihe nach:

Zahnpasta für weiße Zähne

Seidenweiß, blendend weiß oder in 3D: An Kreativität mangelt es den Herstellern nicht, um ihre Zahnpasta an den ästhetikbewussten Menschen zu bringen. Zahncremes mit dem Weißversprechen enthalten sogenannte Phosphate und Putzkörper, die äußere Verfärbungen verringern, indem sie die Beläge lockern und diese abschmirgeln. Jedoch sind Putzkörper und häufig auch Phosphate ebenso in den herkömmlichen Zahnpasten zu finden. Und seit der schon erwähnten EU-Richtlinie haben auch eventuell enthaltene Bleichmittel kaum eine Wirkung. Zahnpasta für weiße Zähne kann also lediglich die Verfärbungen auf den Zähnen verringern und maximal dazu beitragen, dass die natürliche Zahnfarbe wieder zum Vorschein kommt (jedoch schafft das auch so manch normale Zahnpasta). Eine Aufhellung der Zähne bleibt jedoch aus. Wer das im Selbstversuch testen möchte, sollte darauf achten, dass im Produkt genug Floride enthalten sind. Denn überraschenderweise fehlt es manchen Tuben an dem vor Karies schützenden Wirkstoff..

Bleaching-Strips

Bei sogenannten Bleaching- oder Whitening Strips handelt es sich um kleine gelhaltige Streifen, die auf den Zähnen aufzutragen sind. Manche lösen sich von selbst auf, andere lassen sich wieder abziehen. Die Anwendungsdauer beträgt ein bis zwei Wochen bei täglicher Applikation. Häufig sind in diesem Gel Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid in sehr geringer Dosis (gemäß EU-Richtlinie unter 0,1 Prozent) enthalten, weshalb der Effekt auch entsprechend ausfällt. Laut Erfahrungsberichten lässt sich bei korrekter Anwendung sogar eine kleine bis mittlere Veränderung erkennen, die sich jedoch wieder zügig verflüchtigt. Verständlich, denn bei so wenig Wirkstoff, kann der Aufhellungseffekt die durch Werbung geschürten Erwartungen nur untertreffen.

Bleaching beim Zahnarzt: Preise sind relativ

Hinsichtlich der Kosten ist die Suche nach günstigeren Alternativen fürs Bleaching durchaus verständlich. Doch es muss gar nicht teuer sein. Äußeren Verfärbungen der Zähne lässt sich schon mit einer professionellen Zahnreinigung beikommen, die weitaus erschwinglicher ist, als das professionelle Bleaching. Außerdem freut sich die Mundgesundheit. Wem seine natürliche Zahnfarbe zu dunkel ist oder dessen Zähne mit inneren Verfärbungen gestraft sind, sollte sich nicht sofort vom Preis des Bleaching abschrecken lassen. Denn anders betrachtet, summieren sich die Ausgaben für Bleaching Strips oder Gele, da der bescheidene Effekt kurzlebig ist und eine weitaus häufigere Anwendung erfordert. Wer seine Zähne hingegen beim Zahnarzt bleichen lässt, stellt nicht nur sicher, dass die Zahngesundheit keinen Schaden erleidet, sondern darf sich an einer tatsächlichen und merkbaren Aufhellung erfreuen, die mehrere Jahre anhält. Einmal investiert, sind weißere Zähne für lange Zeit Realität und nicht nur Traum. Spartipp: Die meisten Zahnarztpraxen bieten sowohl das In-Office-Bleaching als auch das etwas günstigere Home-Bleaching an. Während bei der Office-Variante der Zahnarzt das Bleichen selbst vornimmt, erhalten Sie beim Home-Bleaching eine angepasste Schiene inklusive hochwirksamem Gel für die heimische Anwendung.

Fazit: Frei verkäufliche Bleaching-Produkte können vor allem eins: Blenden. Von Ihren Zähnen werden Sie das aber nach der Anwendung nicht behaupten können. Nur beim Zahnarzt lassen sich Zähne langfristig und vor allem wirksam aufhellen.

 

Auch die Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz bietet sowohl In-Office-Bleaching als auch Home-Bleaching an. Bei Fragen oder Interesse freuen wir uns auf Ihren Termin!
Ihr Team der Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

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