Gute Lebensmittel – Schlechte Lebensmittel

Ähnlich wie die Helden der Seifenopern durch Hochs und Tiefs gehen, sind auch unsere Zähne täglich guten und schlechten Lebensmitteln ausgesetzt. Lesen Sie, welche Speisen es gut meinen und worauf am besten nicht zu oft gekaut werden sollte.

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Zucker versteckt sich (fast) überall

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass Zucker, so süß er schmeckt, auf Kriegsfuß mit unseren Zähnen steht. Denn an Zucker laben sich nicht nur Naschkatzen, sondern auch die Bakterien, die sich in unseren Mündern befinden. Deren Stoffwechselprodukte sind säurehaltig und greifen den Zahnschmelz an, dessen Demineralisierung (Entkalkung) letztlich zu Karies führt. Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, dass vor allem Süßigkeiten aus Zucker bestehen. Der Geschmacksträger versteckt sich jedoch auch in Lebensmitteln, von denen keiner es erwartet hätte: Das hierzulande geliebte Müsli, der Fruchtjoghurt, Ketchup, Konserven, Senf, Fleischwurst, Fertigpizza und sogar das angeblich gesunde Salatdressing können sich als zuckerhaltige, trojanische Pferde entpuppen. Wer also zum Wohl der Zähne Zucker sparen möchte, sollte daher schon beim Einkauf die Inhaltsstoffe auf dem Etikett unbedingt studieren.

Vorsicht: Natürliche Süßigkeiten sind nicht immer zahngesunde Alternativen. Honig oder Trockenfrüchte besitzen eine hohe Konzentration an Zucker und die zähe, klebrige Konsistenz sorgt dafür, dass dieser lange am Zahn haften bleibt. Fruchtsäfte mögen zwar vitaminreich jedoch genauso zuckerreich wie Softdrinks sein. Letztere sind nur insofern schlimmer, als dass sie Kohlensäure und damit Phosphor enthalten, das der Zahngesundheit nicht gerade zuträglich ist.

Sauer ist nicht immer spaßig

Halten wir fest: Bakterien wandeln Zucker in schädigende Säure um. Es liegt also nahe, dass saure Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Kiwi oder Ananas erst recht eine Herausforderung für den Zahnschmelz darstellen. Darüber hinaus sind Chips, Brot, Nudeln sowie andere stärkehaltige Lebensmittel ebenso Treibstoff in der bakteriellen Säureproduktion und zählen daher auch zu den natürlichen Feinden unseren Zahnschmelzes. Doch liegt die Lösung einzig im Verzicht? Schließlich dient Obst als Quelle notwendiger Vitamine und die energieliefernden Kohlenhydrate halten uns lange satt. In Maßen verzehrt, wird kein Lebensmittel den Zahnschmelz sofort wegätzen. Vor allem wenn Äpfel, Mandarinen oder Süßigkeiten geballt statt verteilt über den Tag gegessen werden. Denn mehrmaliger Verzehr unterbricht den Prozess der Remineralisierung der Zähne. Außerdem gibt es ja noch Lebensmittel, die nicht schädlich sind oder, ganz im Gegenteil, unseren Zähnen helfen.

Gesunde Lebensmittel: Käse ist King

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Er schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch ein wahrer Zahnfreund. Die Eiweißstoffe im Käse legen sich in Kombination mit Speichel wie ein Schutzfilm über unsere Zähne und verhindern das Wachstum von schädlichen Bakterien. Darüber hinaus liefert das Milchprodukt vor allem Calcium, dass den Zahnaufbau stärkt. Die Franzosen scheinen das schon längst durchschaut zu haben, da jede Mahlzeit mit beherzten Griff zur Käseplatte endet – denn gerade nach dem Essen erweist er unseren Zähnen den größten Nutzen. Ein weiterer Freund unserer Zähne ist grüner Tee. Die darin enthaltenen Stoffe wirken Mundgeruch entgegen und verändern die Speisereste, sodass Bakterien sich nicht mehr über sie hermachen wollen. Auch rohes Gemüse, Vollkornprodukte und Nüsse helfen der Zahngesundheit: Sie bergen einerseits wichtige Vitamine und Mineralstoffe und regen andererseits zum längeren Kauen an. Das Malmen hält das Zahnfleisch fit und regt die Speichelproduktion an.

Übrigens ist unser Speichel der größte körpereigener Schutz gegen Karies. Da er Säure verdünnt und Speisereste von den Zähnen löst, können wir folglich mit unserer Ernährweise der Speichelproduktion unter die Arme greifen. Dazu braucht es nicht viel: eine hohe Zufuhr (ungesüßter!) Flüssigkeiten, längeres Kauen und zuckerfreies Kaugummi lassen im Mund das Wasser zusammenlaufen.

 

Summa sumarum: Fallen Sie nicht auf Mogelpackungen herein und informieren Sie sich auch bei Lebensmitteln, die keinen Zucker enthalten sollten, über deren Zuckergehalt – Sie werden überrascht sein. Gönnen Sie sich die volle Obstladung auf einmal, statt mehrmals am Tag, sodass Sie Ihre Zähne im Karieskampf entlasten. Vielleicht führen Sie dazu noch ein bisschen savoir vivre in Ihren Alltag ein und beenden Ihre Mahlzeiten mit einem guten Stück Käse.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Genießen!

 

Ihre Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz