Bleaching-Gel, Streifen, Schienen oder Zahnpasta – die namenhaften Drogerien bieten die Qual der Wahl für die günstige Zahnhaufhellung zuhause. Doch wer vom Hollywood-Lächeln träumt, der läuft Gefahr, enttäuscht zu werden, denn so gering wie der Preis ist auch die Leistung.

Das Jahr 2012 war einschneidend für den Markt frei verkäuflicher Zahnaufheller. Denn der gebräuchliche Wirkstoff zur Aufhellung, Wasserstoffperoxid, durfte nur noch als verschwindend geringer Anteil enthalten sein. Eine neue EU-Kosmetikrichtlinie veranlasste, dass Bleaching-Mittel ab einem Wasserstoffperoxid-Gehalt von 0,1 Prozent ausschließlich in die Hände von geschulten Behandlern, also Zahnärzten, gehöre. Die Gründe dafür sind triftig. Einerseits kann ein höherer Wasserstoffperoxid-Anteil das Zahnfleisch reizen oder gar verletzen, wenn es bei fehlerhaftung Behandlung damit in Berührung kommt. Andererseits müssen die Voraussetzungen für das Bleaching stimmen. Bei angegriffenem Zahnschmelz, gar Karies oder freiliegenden Zahnhälsen schädigt die zusätzliche Belastung durch das Bleichmittel die Zahnsubstanz erheblich. Da weder die freundliche Drogerie-Verkäuferin noch die Apothekerin des Vertrauens die Kompetenz besitzen, den Zahnzustand zu bewerten, hat die EU-Kommission beschlossen, dass Bleaching Produkte für den Eigenbedarf nicht zumutbar sind. Nur in der Zahnarztpraxis können die Risiken bestimmt werden und ob die Zähne wirklich bereit für ihre Schönheitskur sind.

Seit Inkrafttreten dieser Verordnung hat sich das Produktspektrum frei verkäuflicher Zahnaufheller verkleinert. Trotzdem finden sich noch Zahnpasta, Gele und klebende Strips in den Regalen, die mit dem Versprechen locken, weißere Zähne für einen schmalen Taler zu zaubern. Nur, hinter den günstigen Preisen all dieser Produkte versteckt sich ein Haken, doch der Reihe nach:

Zahnpasta für weiße Zähne

Seidenweiß, blendend weiß oder in 3D: An Kreativität mangelt es den Herstellern nicht, um ihre Zahnpasta an den ästhetikbewussten Menschen zu bringen. Zahncremes mit dem Weißversprechen enthalten sogenannte Phosphate und Putzkörper, die äußere Verfärbungen verringern, indem sie die Beläge lockern und diese abschmirgeln. Jedoch sind Putzkörper und häufig auch Phosphate ebenso in den herkömmlichen Zahnpasten zu finden. Und seit der schon erwähnten EU-Richtlinie haben auch eventuell enthaltene Bleichmittel kaum eine Wirkung. Zahnpasta für weiße Zähne kann also lediglich die Verfärbungen auf den Zähnen verringern und maximal dazu beitragen, dass die natürliche Zahnfarbe wieder zum Vorschein kommt (jedoch schafft das auch so manch normale Zahnpasta). Eine Aufhellung der Zähne bleibt jedoch aus. Wer das im Selbstversuch testen möchte, sollte darauf achten, dass im Produkt genug Floride enthalten sind. Denn überraschenderweise fehlt es manchen Tuben an dem vor Karies schützenden Wirkstoff..

Bleaching-Strips

Bei sogenannten Bleaching- oder Whitening Strips handelt es sich um kleine gelhaltige Streifen, die auf den Zähnen aufzutragen sind. Manche lösen sich von selbst auf, andere lassen sich wieder abziehen. Die Anwendungsdauer beträgt ein bis zwei Wochen bei täglicher Applikation. Häufig sind in diesem Gel Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid in sehr geringer Dosis (gemäß EU-Richtlinie unter 0,1 Prozent) enthalten, weshalb der Effekt auch entsprechend ausfällt. Laut Erfahrungsberichten lässt sich bei korrekter Anwendung sogar eine kleine bis mittlere Veränderung erkennen, die sich jedoch wieder zügig verflüchtigt. Verständlich, denn bei so wenig Wirkstoff, kann der Aufhellungseffekt die durch Werbung geschürten Erwartungen nur untertreffen.

Bleaching beim Zahnarzt: Preise sind relativ

Hinsichtlich der Kosten ist die Suche nach günstigeren Alternativen fürs Bleaching durchaus verständlich. Doch es muss gar nicht teuer sein. Äußeren Verfärbungen der Zähne lässt sich schon mit einer professionellen Zahnreinigung beikommen, die weitaus erschwinglicher ist, als das professionelle Bleaching. Außerdem freut sich die Mundgesundheit. Wem seine natürliche Zahnfarbe zu dunkel ist oder dessen Zähne mit inneren Verfärbungen gestraft sind, sollte sich nicht sofort vom Preis des Bleaching abschrecken lassen. Denn anders betrachtet, summieren sich die Ausgaben für Bleaching Strips oder Gele, da der bescheidene Effekt kurzlebig ist und eine weitaus häufigere Anwendung erfordert. Wer seine Zähne hingegen beim Zahnarzt bleichen lässt, stellt nicht nur sicher, dass die Zahngesundheit keinen Schaden erleidet, sondern darf sich an einer tatsächlichen und merkbaren Aufhellung erfreuen, die mehrere Jahre anhält. Einmal investiert, sind weißere Zähne für lange Zeit Realität und nicht nur Traum. Spartipp: Die meisten Zahnarztpraxen bieten sowohl das In-Office-Bleaching als auch das etwas günstigere Home-Bleaching an. Während bei der Office-Variante der Zahnarzt das Bleichen selbst vornimmt, erhalten Sie beim Home-Bleaching eine angepasste Schiene inklusive hochwirksamem Gel für die heimische Anwendung.

Fazit: Frei verkäufliche Bleaching-Produkte können vor allem eins: Blenden. Von Ihren Zähnen werden Sie das aber nach der Anwendung nicht behaupten können. Nur beim Zahnarzt lassen sich Zähne langfristig und vor allem wirksam aufhellen.

 

Auch die Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz bietet sowohl In-Office-Bleaching als auch Home-Bleaching an. Bei Fragen oder Interesse berät Sie ihr Zahnarzt in Teltow gern beim nächsten Termin!
Ihr Team der Zahnarztpraxis Saupe & Schwarz

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